Print-on-Demand Glossar
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Das POD-Lexikon
Erklärungen zu Fachbegriffen rund um Buchproduktion, Selfpublishing und Marketing. Nutzen Sie die Suche oder die Kategorien, um Begriffe zu finden.
Grundlagen & Geschäftsmodelle
Zentrale Begriffe rund um das Buchdruckgeschäft. Ob Sie Ihr erstes Werk planen oder bereits veröffentlichen: Hier finden Sie, worauf es bei Print-on-Demand und den dahinterstehenden Modellen ankommt.
Digitaldruck
Druckverfahren, das direkt vom Computer auf die Druckmaschine überträgt, ohne feste Druckformen. Es bildet die Grundlage für Print-on-Demand und ermöglicht flexible Auflagen ab einem Exemplar. Gut geeignet für Kleinauflagen und Testdrucke. Beispiel: Ein Erstautor druckt 5 Testexemplare, bevor er eine größere Auflage bestellt. Siehe auch: Print-on-Demand, Offsetdruck.
Drop-Shipping
Vertriebsmodell, bei dem Sie als Händler (z. B. Autor über eigenen Shop) keine Ware lagern. Bei Bestellung wird das Produkt direkt vom Hersteller (z. B. POD-Druckerei) an den Kunden versandt. Lässt sich mit einem Online-Shop kombinieren. Siehe auch: Print-on-Demand.
FSC-zertifiziertes Papier
Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, zertifiziert durch den Forest Stewardship Council (FSC). Trägt zum Umweltschutz bei. Siehe auch: Nachhaltigkeit, Recyclingpapier.
Nachhaltigkeit
Prinzip der Ressourcennutzung, das heutige Bedürfnisse deckt, ohne zukünftige Generationen zu gefährden. Im Buchdruck z. B. durch Recyclingpapier, umweltfreundliche Farben oder FSC-Materialien. Siehe auch: FSC-zertifiziertes Papier, Umweltlabel.
Offsetdruck
Traditionelles Druckverfahren für hohe Auflagen. Gute Qualität und niedrige Stückkosten bei großen Mengen, erfordert aber hohe Anfangsinvestitionen und Lagerhaltung. Siehe auch: Digitaldruck.
Print-on-Demand (POD)
Druckverfahren und Geschäftsmodell, bei dem Bücher erst nach Bestellung einzeln oder in Kleinauflagen produziert werden. Reduziert Lagerkosten und Risiko. Beispiel: Ihr Buch wird nur gedruckt, wenn es bestellt wird – kein Lager, kein Restbestand. Siehe auch: Digitaldruck, Drop-Shipping, POD-Anbieter.
POD-Anbieter
Dienstleister, der die Infrastruktur für Print-on-Demand bereitstellt, inklusive Druck, Bindung und oft Vertriebsanbindung (z. B. KDP, IngramSpark, BoD). Siehe auch: Print-on-Demand, Vertrieb.
Remittenden
Unverkaufte Bücher, die vom Buchhandel an den Verlag zurückgeschickt werden. Bei POD entfällt dieses Risiko weitgehend. Siehe auch: Print-on-Demand.
Selfpublishing (Selbstverlag)
Veröffentlichung von Büchern durch den Autor selbst, ohne traditionellen Verlag. Sie tragen alle Aufgaben und Kosten, behalten aber volle Kontrolle. Beispiel: Ein Sachbuchautor veröffentlicht über einen POD-Anbieter und behält alle Rechte. Siehe auch: POD-Anbieter, Verlag.
Umweltlabel / Zertifizierung
Siegel wie Blauer Engel, EU Ecolabel oder FSC, die Umweltstandards bei Materialien oder Prozessen bestätigen. Siehe auch: FSC-zertifiziertes Papier, Nachhaltigkeit.
Verlag
Unternehmen, das Bücher produziert und vertreibt, inklusive Lektorat, Herstellung und Marketing. Siehe auch: Selfpublishing.
Checkliste für Grundlagen & Geschäftsmodelle:
- Verstehen Sie den Unterschied zwischen Digitaldruck und Offsetdruck
- Prüfen Sie, ob Print-on-Demand für Ihr Projekt geeignet ist
- Wählen Sie FSC-zertifiziertes Papier für nachhaltige Produktion
- Entscheiden Sie sich für einen passenden POD-Anbieter
Buchbestandteile & Formate
Bausteine eines Buches, von Buchblock bis Schutzumschlag. Diese Begriffe helfen bei der Gestaltung Ihres Werks.
Buchblock
Der innere Teil eines Buches, bestehend aus den bedruckten Seiten, ohne den Einband. Papier mit hoher Opazität verhindert Durchscheinen. Siehe auch: Cover, Papiertyp.
Buchdeckel
Feste Pappdeckel (Vorder- und Rückseite) bei einem Hardcover, kaschiert mit Überzugsmaterial. Siehe auch: Hardcover, Überzugsmaterial.
Buchformat
Abmessungen (Breite x Höhe) eines Buches, z. B. DIN-Größen (A4, A5) oder Taschenbuchformate. Siehe auch: Cover, Layout.
Buchrücken
Teil des Einbands, der die Seiten am Bund zusammenhält und im Regal sichtbar ist. Enthält oft Titel und Autor. Siehe auch: Cover.
Cover (Einband, Bucheinband)
Äußere Hülle eines Buches, bestehend aus Vorderseite, Rückseite und Buchrücken. Wichtig für den ersten Eindruck. Siehe auch: Buchrücken, Schutzumschlag.
E-Book (Elektronisches Buch)
Buch in digitalem Format, lesbar auf E-Readern oder Tablets. Gängige Formate: EPUB, MOBI. Siehe auch: PDF.
Impressum
Gesetzlich vorgeschriebene Angaben zu Verlag, Autor, Druckerei, ISBN und Copyright. Siehe auch: ISBN.
Kapitalband
Farbiges Bändchen bei Hardcover-Büchern, das am Buchrücken zwischen Buchblock und Einband eingeklebt wird. Siehe auch: Hardcover.
Kartoneinband
Flexibler Einband eines Softcover-Buchs, meist aus stabilem Karton (240–350 g/m²). Siehe auch: Softcover.
Schutzumschlag
Abnehmbarer Umschlag aus Papier oder Karton für Hardcover-Bücher. Schützt und bietet Gestaltungsfläche. Die Innenklappen können für Klappentext oder Autorinfos genutzt werden. Siehe auch: Cover, Klappentext.
Titelei
Erste Seiten eines Buches vor dem Haupttext, z. B. Schmutztitel, Haupttitel, Impressum, Widmung. Siehe auch: Impressum.
Überzugsmaterial
Material zur Kaschierung von Buchdeckeln bei Hardcover-Büchern (z. B. Papier, Leinen). Siehe auch: Buchdeckel.
Vorsatzpapier
Doppelblatt aus stärkerem Papier, das bei Hardcover-Büchern den Buchblock mit dem Buchdeckel verbindet. Siehe auch: Buchblock.
Checkliste für Buchbestandteile & Formate:
- Wählen Sie ein passendes Buchformat für Ihr Genre
- Gestalten Sie ein ansprechendes Cover für den ersten Eindruck
- Prüfen Sie die Vollständigkeit Ihres Impressums
- Entscheiden Sie sich für Hardcover oder Softcover
Druckverfahren & Technologie
Technische Grundlagen des Buchdrucks. Von CMYK über PDF/X bis zu Farbprofilen.
CMYK-Farbmodus
Subtraktives Farbmodell für den Vierfarbdruck, basierend auf Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Druckdaten sollten in CMYK vorliegen, um Farbabweichungen zu vermeiden. Siehe auch: RGB, Farbprofil.
Druckdatei
Digitale Datei (meist PDF), die alle Druckinformationen enthält (Inhalt, Layout, Farben, Beschnitt). Vor Abgabe auf eingebettete Schriften prüfen. Siehe auch: PDF/X, Beschnitt.
Farbprofil / ICC-Profil
Datensatz, der den Farbraum eines Geräts beschreibt, z. B. FOGRA39. Wichtig für konsistente Farbwiedergabe. Das Farbprofil der Druckerei verwenden. Siehe auch: CMYK, Farbmanagement.
Kalibrierung
Einstellung von Geräten (Monitore, Drucker) auf einen Standard für genaue Farbwiedergabe. Siehe auch: Farbprofil.
PDF (Portable Document Format)
Plattformunabhängiges Format für druckfertige Vorlagen, das Layout und Schriften beibehält. PDF/X ist für den Druck geeignet. Siehe auch: PDF/X.
PDF/X
ISO-Standard für druckfertige PDF-Dateien, der Schriften, Bilder und Farbprofile einbettet (z. B. PDF/X-1a). Siehe auch: Druckdatei.
RGB-Farbmodus
Additives Farbmodell für digitale Anzeigen (Rot, Grün, Blau). Für Druck in CMYK konvertieren. Siehe auch: CMYK.
Checkliste für Druckverfahren & Technologie:
- Druckdaten im CMYK-Modus anlegen
- Verwenden Sie PDF/X für Ihre Druckdatei
- Prüfen Sie das Farbprofil Ihrer Druckerei
- Kalibrieren Sie Ihren Monitor für genaue Farben
Papier & Materialien
Die Papierauswahl beeinflusst Haptik und Ästhetik Ihres Buches. Von Grammatur bis Papiertyp.
Fadenverlauf
Richtung der Papierfasern, wichtig beim Bedrucken und Binden. Für Buchseiten parallel zum Buchrücken. Siehe auch: Laufrichtung.
Grammatur
Gewicht des Papiers in g/m². Beeinflusst Haptik, Blickdichte und Buchstärke. Für Romane üblich: 80-90 g/m². Siehe auch: Volumen.
Holzfrei
Papier, das frei von Lignin (Holzstoff) ist und nicht vergilbt. Siehe auch: Offsetpapier.
Laufrichtung
Ausrichtung der Papierfasern. Korrekte Laufrichtung verhindert Wellung und verbessert Bindefestigkeit. Siehe auch: Fadenverlauf.
Naturpapier
Ungestrichenes Papier mit natürlicher Oberfläche. Angenehm zu lesen und umweltfreundlich. Siehe auch: Offsetpapier.
Offsetpapier
Ungestrichenes Papier für den Offsetdruck. Matt, leicht saugfähig und gut beschreibbar. Siehe auch: Grammatur.
Papiertyp
Charakterisierung des Papiers (z.B. Offset, Bilderdruck, Recycling). Siehe auch: Grammatur, Volumen.
Volumen
Verhältnis von Dicke zu Gewicht des Papiers. Höheres Volumen (1,3-1,5) fühlt sich dicker an. Siehe auch: Grammatur.
Checkliste für Papier & Materialien:
- Wählen Sie die passende Grammatur für Ihr Buchprojekt
- Berücksichtigen Sie die Laufrichtung des Papiers für gute Bindefestigkeit
- Entscheiden Sie zwischen Naturpapier und Bilderdruck je nach Inhalt
- Prüfen Sie die Opazität (Blickdichte) für beidseitigen Druck
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